Alles wächst und gedeiht …

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Wenn Pflanzensamen in die Wurmkiste gelangen – und das tun sie in der Regel – können sie aufgrund der optimalen Bodenbedingungen dort auch keimen (der Wurmhumus ist nicht scharf!). Die meisten Samen beginnen ihr Wachstum relativ rasch nach dem Einbringen in die Kiste (im Bild: Was vom Kürbis übrigblieb …). Man kann die Keimlinge einfach auszupfen, sie werden von den Würmern dann gefressen.

Einige Samen keimen nicht und werden auch nicht zersetzt. Sie landen dann im fertigen Regenwurmhumus und in letzter Konsequenz auch in Blumentöpfen und Gemüsebeeten. Es gibt im Grund vier Möglichkeiten damit umzugehen:

  1. Man achtet darauf, was man in die Wurmkiste schmeißt und lässt gewisse Pflanzenreste einfach weg. Das heißt in der Praxis: keine Tomaten(kerne), keine Paprika(kerne) und keine Wildkräuter in die Wurmkiste. Generell keine Samen in die Wurmkiste.
  2. Man lässt das Pflanzenmaterial vor dem Einbringen in die Wurmkiste 2x in die Heißrotte (über 60 °C) gehen. Dadurch werden die keimfähigen Samen abgetötet. Die Nachteile sind einerseits der erhöhte Arbeitsaufwand durch den vorangehenden Kompostierprozess und andererseits die Beschaffenheit des Kompostes. Die Würmer flüchten recht rasch in angenehmere Bereiche oder aus der Wurmkiste, wenn man frischen Kompost einbringt. Es dauert eine gewisse Zeit bis sie anfangen den Kompost zu fressen. Ausserdem hat sich in unseren Versuchen gezeigt, dass Vermehrung und Wachstum langsamer vonstatten gehen, wenn kein frisches Futter zur Verfügung steht.
  3. Man lässt sich Zeit. Man lässt den fertigen Humus bzw. die abgemischte Erde ein paar Wochen stehen. Dann sieht man was aufgeht, zupft das weg und gut ist.
  4. Das Überraschungsbeet. Mancher Hobbygärtner nimmt es nicht ganz so genau mit dem Jäten und einige “wilde” Tomatenpflänzchen haben sich als durchaus ertragreich erwiesen.