Kräuterextrakte

Immer mehr Gartenbesitzer entscheiden sich für einen rein biologischen Weg in ihrem Garten. Manchmal wird ihnen – gerade in der ersten Übergangsphase bis sich die Erfahrung beim Gärtner und ein biologisches Gleichgewicht beim Garten eingestellt hat – dieser Weg nicht ganz leicht gemacht. Krankheiten und Schädlinge stellen sich ein und manch einer/m kommen Zweifel, ob diese Entscheidung die richtige für sie war (war sie, ganz sicher!).

Auf Märkten werden wir daher oft gefragt, was man gegen dieses oder jenes Wehwechen tun kann und wir stehen dann gerne beratend zur Seite. Gerade am Anfang braucht es aber manchesmal eine einfache Lösung, die schnell und sofort hilft – so wie man es von der konventionellen Gartenpflege gewohnt war. Nicht jeder möchte erst Gartenliteratur wälzen und Tees und Jauchen ansetzen. Um diese Lücke in unserem Angebot zu schließen und auch Anfänger zu ermutigen bekannte und erprobte pflanzliche Hilfsmittel im Garten einzusetzen (und damit uns im Winter nicht fad wird), haben wir unsere Kräuterextrakte entwickelt.

Für den Anfang starten wir mit Brennnesselkraft, Knoblauchkraft und Ameisenfeind.

Was tun diese Kräuter?

Die Brennnessel enthält viel Eisen und andere Mineralstoffe, Flavonoide, Karotinoide, Vitamine A + C, Phosphor, Kalium, Stickstoff und stärkt so die Wuchskraft der Pflanzen. Kieselsäure stärkt die Zellwände und damit die Abwehrkräfte. Sie beugt so dem Befall von saugenden Insekten vor und unterstützt die Regeneration. In den Brennhaaren sind Amine enthalten. Sie fördern die Grünbildung der Blätter.

Knoblauch vitalisiert Obst-, Gemüse- und Zierpflanzen und unterstützt mit seinen schwefelhaltigen ätherischen Ölen, die Abwehrkräfte der Kulturen. Schwefel und Selen stärken die Zellwände. Die Attraktivität als Wirtspflanze für beißende & saugende Insekten, Pilz- & Bakterienbefall wird merklich gehemmt. Bohnen, Erbsen und Kohlgewächse schätzen den Knoblauch nicht.

Minze enthält – neben Gerbstoffen, Bitterstoffen, Flavonoiden, Enzymen und Valeriansäure – ätherische Öle (vor allem Menthol und Linalool). Diese senken die Attraktivität als Wirtspflanze für Ameisen und ihre Blattlauskolonien.

Neugierig geworden? Wenn Sie nun selbst aktiv werden möchten und eintauchen in die Welt der Jauchen, Tees und Extrakte, möchte ich Ihnen das Buch “Pflanzensaft gibt Pflanzen Kraft” ans Herz legen. Die Diplomierte Gartenbauingenieurin Sr. Christa Weinrich teilt ihre Erfahrungen aus der Benediktinerinnenabtei zur Hl. Maria in Fulda auf höchst entspannte und praxisbezogene Weise.